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: Zwischenergebnis

 

Sicherheit und Wirksamkeit von Pazopanib und Pembrolizumab (MK 3475) bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (NCT02014636)
 
 
 Die Studie läuft derzeit noch, beim ECC im September 2015 wurden jedoch erste Zwischenergebnisse vorgestellt.

WIE VIELE

Personen haben teilgenommen?

Insgesamt wird für die Studie, an 5 Krebszentren in den USA und UK, eine Teilnehmerzahl von ca. 228 Patienten in Phase I und Phase II erwartet. Die Phase I-Studie läuft derzeit noch, aber zum Zeitpunkt der Datenauswertung (August 2015) waren 20 Patienten registriert.

STUDIEN

DESIGN

Wie genau lief die Studie ab?

Die Studie wird in zwei Phasen durchgeführt. Phase I läuft derzeit noch, jedoch wurden beim ECC im September 2015 erste Zwischenergebnisse vorgestellt. Die zweite Phase der Studie startet zu einem späteren Zeitpunkt.

In Phase I gibt es lediglich einen Studienarm (Gruppe) für Nierenkrebs-Patienten: alle Teilnehmer erhalten Pazopanib (Votrient (R)) in Kombination mit Pembrolizumab (Keytruda(R), MK-3475).

  • Pazopanib ist ein oraler Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor, der bereits für die Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms zugelassen ist
  • Pembrolizumab ist ein vollständig menschlicher monoklonaler Antikörper gegen PD-1

Pazopanib wird oral eingenommen und Pembrolizumab intravenös verabreicht - beides in unterschiedlichen Dosierungen.

Weitere Informationen zum Aufbau der Studie finden Sie hier: Studieninformation pembrolizumab+pazopanib

ERGEBNISSE

der Studie

Erste Zwischenergebnisse der Phase I-Studie wurden im September 2015 veröffentlicht.

Die erste Phase der Studie wollte folgende Fragen beantworten:

  1. Ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Pazopanib und Pembrolizumab sicher und verträglich für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom?
  2. Wie wirksam ist die Kombinationstherapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom?

Folgendes konnte beobachtet werden:

1. Verträglichkeit und Nebenwirkungen
Bei allen Patienten traten Nebenwirkungen auf, meist waren diese mittelschwer (Grad 2). Die häufigsten Nebenwirkungen (bei mehr als 30% der Patienten) waren:

  • Erhöhung der Leberwerte (ALT/AST)
  • Diarrhoe/Durchfall
  • Fatigue/Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Gelenkschmerzen
  • Erbrechen
  • Hoher Blutdruck.

Bei einem Patienten in der Dosisfindungs-Gruppe traten stark überhöhte Leberwerte (ALT, AST, Bilirubin und Alkaline Phosphatase) auf. Diese Leberenzyme sind so genannte Biomarker (Erkennungszeichen) und geben Auskunft über die Gesundheit der Leber. Hohe Werte lassen auf Probleme mit der Leberfunktion schließen.

13 von 20 Patienten mussten die Behandlung kurzzeitig unterbrechen, da auch bei ihnen die Leberwerte ALT/AST stark anstiegen (Grad 3). Alle erholten sich jedoch nach Unterbrechung der Therapie und einer Gabe von Corticosteroiden. So konnten 12 der 13 Patienten wieder in die Studie mit aufgenommen werden – zunächst mit einer Pembrolizumab-Einzeltherapie, 8 der Patienten erhielten später zusätzlich Pazopanib.

Während der Pembrolizumab-Einzeltherapie blieben die Leberwerte dabei durchweg normal. Nach Gabe von Pazopanib stiegen bei 6 der 8 Patienten die Leberwerte ALT/AST jedoch wieder an. Auch hier normalisierten sich die Werte nach Therapie-Unterbrechung und einer Behandlung mit Corticosteroiden.

Schlussfolgerung:
Die Dosiserhöhung der Kombinationstherapie aus Pazopanib und Pembrolizumab zeigte eine signifikante Lebertoxitizät, das heißt bei den Patienten traten vermehrt Leberprobleme auf. Aus diesem Grund sind weitere Dosisfindungs-Untersuchungen notwendig. Die Studie ist derzeit noch nicht abgeschlossen.

2. Wirksamkeit
Die bestätigte Ansprechrate lag bei 60% in der Gruppe der Patienten, die Pazopanib in einer Dosierung von 800mg plus Pembrolizumab erhielten. In der Gruppe unter 600 mg Pazopnaib plus Pembrolizumab lag das Ansprechen bei 20%.

Ein Patient der mit 800mg Pazopanib plus Pembrolizumab behandelt wurde, zeigte ein komplettes Ansprechen (das heißt, es waren keine Anzeichen der Erkrankung mehr zu beobachten).

SCHLUSS-

FOLGERUNG

 

Die ersten Ergebnisse der Studie mit Pazopanib in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zeigen eine signifikante Lebertoxizität (Leberschädigung). Es scheint, dass diese auf die Einnahme von Pazopanib zurückzuführen ist.  

Allerdings war auch eine Aktivität der Medikamente gegen den Tumor zu erkennen. Daher werden zukünftig neue Dosierungshöhen und Einnahmeschemata, wie zum Beispiel ein abwechselnder Einsatz der beiden Wirkstoffe untersucht.  

Das Original-Poster zur Studie kann in englischer Sprache hier angesehen werden: Download des ECC Posters

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Disclaimer: Dies ist eine patientenfreundliche Zusammenfassung der Studien-Ergebnisse. Sie wurde von einem Mediziner gegengelesen, dient jedoch lediglich zu Informationszwecken.

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